Mietradbedingungen

Allgemeine Mietbedingungen

1. Vertragspartner und Vertragsdauer
1.1. Vertragspartner
Vertragspartner sind der Mieter und die Sardinien Bike GmbH & Co. KG, Humboldtstr. 26, 63533 Mainhausen (im Folgenden „Vermieterin“). Die Vermieterin ist verpflichtet, dem Mieter das im Mietformular bezeichnete Fahrrad sowie sonstige Mietsachen (im Folgenden „Mietsachen“) für die Dauer des Vertrages in gebrauchstauglichem und verkehrssicherem Zustand zur Verfügung zu stellen. Der Mieter ist verpflichtet, bei Abschluss des Vertrages im Voraus den Gesamtmietpreis zzgl. Reinigungspauschale zu entrichten. Es gelten die Preise der bei Anmietung jeweils gültigen Preisliste.

1.2.Reservierung
Die Sardinien Bike GmbH & Co. KG verfügt über ein begrenztes Kontingent an Mieträdern. Daher ist die Reservierung eines Mietrades im Voraus unerlässlich. Reservierte Mieträder werden in der passenden Rahmengröße bereitgestellt. Wünsche nach einem bestimmten Modell können nur bei entsprechender Verfügbarkeit erfüllt werden. Eine verbindliche Reservierung eines bestimmten Modells kann nicht erfolgen.

1.3. Vertragsdauer und Verzugshaftung
Das Mietverhältnis über die Mietsache ist auf bestimmte Zeit geschlossen. Kommt es zu einem Verzug der Rückgabe, findet keine Verlängerung des Mietvertrages statt. Gibt der Mieter die Mietsache – auch unverschuldet – zum Ablauf der vereinbarten Mietdauer nicht an die Vermieterin zurück, ist diese berechtigt, für die Dauer der Vorenthaltung als Nutzungsentschädigung ein Entgelt mindestens in Höhe des zuvor vereinbarten Mietzinses zu verlangen; die Geltendmachung eines weiteren Schadens ist nicht ausgeschlossen, wenn der Mieter den Verzug vertreten hat.

1.4. Frühzeitige Rückgabe
Gibt ein Mieter die Mietsache vor dem vertraglich vereinbarten Ende der Mietdauer ab, so besteht kein Anspruch auf Rückerstattung des Differenzbetrages. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt hiervon unberührt.

1.5. Radsportpaket
Das Radsportpaket der Sardinien Bike GmbH & Co. KG ist in allen Vertragshotels (Marina Beach & Maria Rosaria) obligatorisch. In der Regel wird dieses Paket bei der Buchung einer Pauschalreise automatisch erworben. Sollte ein Mieter in einem Vertragshotel* untergebracht und nicht im Besitze eines Radsportpaketes sein, so wird dieses bei der Ausleihe und Vertragsabschluss berechnet.

2. Gebrauch und Rückgabe der Mietsache / Anzeige von Schäden und sonstige Pflichten
2.1. Zustand der Mietsache und unerlaubte Nutzung
Die Vermieterin stellt dem Mieter die Mietsachen in fachgerechtem, gebrauchstauglichem und verkehrssicherem Zustand sowie gereinigt zur Verfügung. Der Mieter ist verpflichtet, die Mietsachen und insbesondere das Fahrrad schonend und fachgerecht zu gebrauchen sowie die Straßenverkehrsregeln zu beachten. Dem Mieter ist es untersagt, das Fahrrad unter Drogen- und Alkoholeinfluss zu benutzen. Ebenfalls ist die Beförderung von Mitfahrern untersagt. Umbauten an der und sonstige Eingriffe in die Mietsache sind dem Mieter untersagt. Anbauten wie z.B. Triathlonaufsatz darf der Mieter auf eigene Gefahr vornehmen.

2.2. Anzeigepflichten
Für alle Schäden am Mietrad, die – ob verschuldet oder unverschuldet – über die normale Abnutzung hinausgehen, haftet der Mieter in vollem Umfange. Der Mieter ist verpflichtet, solcherlei Schäden der Vermieterin unverzüglich anzuzeigen. Führt ein Schaden dazu, dass das Fahrrad nicht mehr gebrauchstauglich ist, stellt die Vermieterin dem Mieter ein gleichwertiges Ersatzrad zur Verfügung. Eine Haftung gem. Ziffer 4 bleibt unberührt.

2.3. Umtausch
Bei einem Umtausch der Mietsache ist die Vermieterin berechtigt, eine Gebühr von EUR 10,- zu erheben, es sei denn, dass der Umtausch auf einem bereits bei der Aushändigung der Mietsache vorliegendem Mangel beruht und die Mietsache nicht gebrauchstauglich ist. Bei einem Wechsel in eine höhere Preiskategorie ist der Differenzbetrag zu entrichten. Wird in eine niedrigere Kategorie gewechselt, so besteht kein Anspruch auf Erstatten des Differenzbetrages.

2.4. Rückgabe
Der Mieter ist verpflichtet, die Mietsache nach Beendigung des Mietvertrages grundsätzlich in demselben Zustand – abgesehen von üblicher Verunreinigung – zurückzugeben, in dem es ihm übergeben wurde.
Gibt der Mieter die Mietsache in verunreinigtem Zustand zurück, behält die Vermieterin die zuvor entrichtete Reinigungspauschale ein. Übergibt der Mieter die Mietsache in demselben Zustand, in dem er sie ausgehändigt bekommen hat, erstattet die Vermieterin die Reinigungspauschale.
Die Rückgabe des Fahrrades erfolgt zu fest vorgegebenen Zeiten, spätestens bis 18 Uhr des letzten Miettages. Diese Zeiten, in denen die Rückgabe erfolgen kann, werden an der Informationswand des jeweiligen Hotels ausgehängt.

3. Haftung der Vermieterin für Schäden
3.1. Haftungsumfang der Vermieterin
Die Vermieterin haftet gegenüber dem Mieter nur für vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzungen der Vermieterin oder ihrer Hilfspersonen. Dies gilt nicht bei einer Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit des Mieters. In diesen Fällen haftet die Vermieterin auch bei einfacher Fahrlässigkeit ihrer gesetzlichen Vertreter oder Hilfspersonen. Für sonstige schuldhafte Verletzungen von wesentlichen Vertragspflichten haftet die Vermieterin, gleich aus welchem Rechtsgrund, nur für vertragstypische und vorhersehbare Schäden. Im Übrigen ist die Haftung des Vermieters ausgeschlossen.

3.2. Haftungsausschluss bei unerlaubter Nutzung
Eine Haftung der Vermieterin entfällt im Falle unbefugter und/oder unerlaubter Benutzung der Mietsache gemäß Ziffer 2.1.

4. Haftung des Mieters für Schäden und Verlust
4.1. Allgemeine Haftung des Mieters
Der Mieter haftet gegenüber der Vermieterin für während der Mietzeit entstandene Beschädigungen, den Verlust und Verletzungen sonstiger vertraglicher Obliegenheiten.
Die Höhe der Schadenserstattung richtet sich nach den tatsächlichen Kosten, die zur vollständigen Instandsetzung des beschädigten Mietrades notwendig sind (Reparaturkosten und Ersatzteile).
Kommt es infolge eines Schadens an der Mietsache, den der Mieter zu vertreten hat, zu konkreten Mietausfällen durch eine längere Reparatur, haftet der Mieter für jeden Reparaturtag bis zur Höhe einer Tagesmiete. Bei einer Zerstörung der Mietsache bemisst sich die Haftung nach dem aktuellen Preis für das entsprechende Gut gemäß der Verkaufsliste der Vermieterin, die in der Station aushängt. Der vom Mieter geleistete Mietzins wird dem Listenpreis in Abzug gebracht.
Weitergehende Schäden bleiben unberührt.

4.2. Haftung bei Diebstahl
Der Mieter haftet der Vermieterin auch für den Diebstahl oder einen anderweitigen Verlust der Mietsache. Im Falle des Diebstahls und Verlusts haftet der Mieter bis zu der Höhe des jeweils aktuellen Preises der Verkaufsliste der Vermieterin, die in der Station aushängt. Der vom Mieter geleistete Mietzins wird dem Listenpreis in Abzug gebracht. Diese Haftungsbegrenzung gilt nicht, wenn der Mieter den Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat.

4.3. Erstattung der Haftungssumme
Sollte die Mietsache nach einem Diebstahl wieder aufgefunden werden, wird die Vermieterin dem Mieter die Haftungssumme nach Ziffer 4.2. erstatten, wenn die Mietsache in diesem Falle noch in einem Zustand ist, in dem die Vermieterin sie nach billigem Ermessen weiterhin vermieten kann.
Die Vermieterin übt das billige Ermessen aus der Sicht eines gewissenhaften und umsichtigen Fachmannes aus und teilt dem Mieter gegebenenfalls und aus Kulanz die Grundlagen der Entscheidung im Wesentlichen mit.

4.4. Haftungsausschluss des Mieters («Versicherung»)
Ansprüche der Vermieterin bei Beschädigungen, Unfallschäden und bei Diebstählen der Mietsache aus den Lagerstätten der Vermieterin können gegen ein zusätzliches Entgelt vom Mieter ausgeschlossen werden. («Versicherung») Das Entgelt beträgt 20,- Euro pro Woche.
Ansprüche für Unfallschäden sind nur ausgeschlossen, wenn sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Mieters beruhen. Bei Diebstählen sind Ansprüche der Vermieterin nur ausgeschlossen, wenn die Mietsache aus den Lagerstätten der Vermieterin gestohlen wurde und auch nur dann, wenn die Mietsache ordnungsgemäß gesichert wurde.

4.5. Zusatzausrüstung
Alle Mieträder sind mit Tacho und Minipumpe ausgerüstet. Fehlende Teile müssen vom Mieter bei der Rückgabe durch je EUR 10,- ersetzt werden.

4.6. Sicherheiten bei Gästen aus anderen Hotels
Gäste, welche nicht in den Vertragshotels (Marina Beach & Maria Rosaria) der Sardinien Bike GmbH & Co. KG untergebracht sind, leisten eine Sicherheit in Bar, deren Höhe in der Mietradvereinbarung angegeben ist. Grundlage für die Höhe der Sicherheit ist die aktuelle Verkaufsliste.

5. Allgemeine Bestimmungen und anwendbares Recht
5.1. Schriftform, Vollständigkeit und salvatorische Klausel
Der Vertrag unterliegt der Schriftform. Änderungen oder Ergänzungen des Vertrages bedürfen ebenfalls der Schriftform. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Die Rechtsunwirksamkeit einzelner Teile und Bestimmungen dieser Allgemeinen Mietbedingungen berührt deren Gültigkeit im Übrigen nicht.

5.2. Rechtswahl und Gerichtsstand
Der Bestimmungen dieses Vertrages richten sich nach deutschem Recht. Für alle Streitigkeiten aus oder über diesen Vertrag gilt der Gerichtsstand Seligenstadt.

5.3. Aufrechnung
Aufrechnungen gegenüber Forderungen der Vermieterin sind nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen des Mieters zulässig.